Mehrwertsteuer bei Immobilien

Fällt bei dem Immobilien Kauf oder dem Immobilienverkauf Mehrwertsteuer an?

MwSt beim Immobilienkauf

Immobilienverkauf/kauf – was will das Finanzamt?

Mehrwertsteuer_Immobilien

Wer eine Immobilie erwirbt, fragt sich, was an Kosten auf ihn zukommt. Neben dem Kaufpreis gilt grundsätzlich, dass das Finanzamt Grunderwerbsteuer in Höhe von dreieinhalb Prozent des Kaufpreises nimmt und ein bis zwei Prozent für die Notarkosten anfallen. Hinzu kommen Kaufnebenkosten von ungefähr einem halben Prozent, wie Grundbucheintragung und Ähnliches, sofern diese nicht bereits in den Notarkosten enthalten sind. Handelt es sich um einen Neubau, verlangt die Gemeinde Erschließungskosten, befindet sich das Objekt unter Verwaltung, muss mit um die zweihundert Euro für die Verwalterzustimmung, die formal einzuholen ist, gerechnet werden. Die überwiegende Zahl der Objekte wird finanziert, die Bank fordert zwischen ein und zwei Prozent der Darlehnssumme für die Finanzierung, kommt es später als vereinbart zur Auszahlung der Hypothek erhöhen sich die Bereitstellungskosten nochmals gemäß des vereinbarten Zinssatzes.

 

Keine Mehrwertsteuer beim privaten Immobilienkauf

Im Rahmen eines Privatkaufs ist die einzige Position, bei der Mehrwertsteuerberechnung separat erfolgt, die Maklercourtage, die je nach Region bei drei bis sechs Prozent des Kaufpreises liegt. Grundsätzlich gilt, dass Privatpersonen auch im Rahmen eines Immobilienerwerbs keine Mehrwertsteuer zum Abzug bringen können, anders sieht es bei Selbstständigen, Freiberuflern, Gewerbetreibende und Unternehmen aus.

 

Kaufpreis einer Immobilie bei Firmen, Selbstständigen etc. mit Mehrwertsteuer

Erfolgte der Kauf für die Eigennutzung, wird er steuerlich als Privatkauf behandelt, erwirbt ein Selbstständiger das Objekt zur Fremdnutzung, kann er die Mehrwertsteuer im Rahmen der Umsatzsteuererklärung oder Umsatzsteuervoranmeldung von der Vorsteuer abziehen, sofern es eine Umsatzsteuererklärungspflicht gibt. Bei Unternehmen gilt der Zweck des Kaufs für die steuerliche Behandlung derMehrwertsteuer als ausschlaggebend, stehen eine Vermietung und Verpachtung oder firmeneigene Nutzung an, gehört der Erwerb zur gewöhnlichen Geschäftstätigkeit, womit alle mit dem Kauf und der Nutzung im Zusammenhang stehenden Ein- und Ausgaben als Betriebskosten zu behandeln sind und die Mehrwertsteuer entsprechend zu verrechnen ist. Kauft das Unternehmen für den privaten Gebrauch des Firmeneigentümers, gelten auch für Firmen die Regeln des Privatkaufs.

 

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